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worldof.tk » “Welcome Home!” – FS2009-Bericht Teil 1

Freakstock 2009  (3)

Freakstock 2009. Seit Ende des Freakstock 2008 freu ich mich schon darauf. Auf dem Boxberg Gott begegnen, auf Konzerten abrocken und in Pferdeäpfel treten. Mit Boxberg und Pferdeäpfeln wurde nix, aber die anderen beiden Sachen kamen sicher nicht zu kurz. Viel Spaß beim lesen!

Mittwoch, der 29. Juli, 13 Uhr. Endlich klingelte es. Thomas und Christin waren da. Bei dem ganzen Gepäck von uns drei Leuten passte ich kaum noch in das Auto. Glücklicherweise trafen wir uns noch, bevor es auf die Autobahn ging, mit Carlo, bei dem nur noch Martin mitfuhr und der die Rückbank ausgebaut hatte. Nun hatte ich auch genug Platz zum Atmen bei mir auf der Rückbank und die Fahrt konnte beginnen. Das wir so Zeitig los fuhren hatte einen simplen Grund: es ging nicht ca. zwei Stunden Richtung Boxberg, sondern über vier Stunden Richtung Borgentreich, was bei Kassel liegt. Da am Dienstag vorher der Sommer ausgebrochen war, wurde es in Thomas’ unklimatisiertem Auto auch kuschelig warm. Puh. Ein Glück kam man dann irgendwann noch vor 18 Uhr an. Das Freakstock fand dieses Jahr (und auch nächstes Jahr) in einer ehemaligen Kaserne in Borgentreich statt. Das Gelände wurde vor einigen Jahren von der koptischen Kirche (mehr zu denen später) gekauft und eine Art koptisches Dorf mit Internat, Museum und Diakonie-Zentrum errichten. Bis auf einen Sportplatz war davon noch nicht zu viel zu sehen.

Parkplatz war das Feld vor der Kaserne und es waren noch nicht viele Reihen mit Autos gefüllt. Aber das war vielleicht auch besser, denn weiter oben wurde der Parkplatz, ähm ich meine das Feld, gerade noch gedroschen. Amüsant =) Am Eingang stand das einladende Schild “Welcome Home”. Also rein ins Gelände und dank der frühe Uhrzeit keine lange Warteschlange beim Einchecken. Beim Gepäcktragen bekamen wir erst mal mit, das das Gelände nicht sooo klein und der Zeltplatz, im Gegensatz zu anfangs aufkeimenden Vermutungen nicht auf den Wiesen zwischen den Häusern war (wo auch Zelte standen), sondern hinten draußen, am anderen Ende des Gelände. Nein! Der Platz selber wirkte gar nicht allzu groß, vor allem im Vergleich zum Boxberg, aber es gab ja durch die festen Gebäude viele Zimmer und wie bereits erwähnt, die Wiesen zwischen den Häusern waren auch bevölkert. Also kein Grund zur Panik.

Irgendwann waren die Zelte aufgebaut, ringsumher füllte sich der Zeltplatz und das Gelände wurde erkundet. Der Hühnermarkt (Marktplatz) stellte trotz seiner eher seitlichen Lage das Zentrum dar. Ringsherum befanden sich Herzstück (Mainstage), Turbinenhalle (Sidestage), Dorfdisko und Raketenclub. Etwas abgelegen das artLand (ehemals Kunstrasen), das JFI/JFD-Begegnungszentrum mit Abhäng-Club und die Räume für Gebet ("24-7 Prayer, Healing Rooms,…), Seelsorge und KidsStock. Hier gibt es einen Geländeplan.

Da beim Freakstock alles ein wenig anders ist, heißen hier auch die Gottesdienste nicht Gottesdienste, sondern Seminare. Das Eröffnungs-Seminar begann 21:30 Uhr und erstaunlicherweise ziemlich pünktlich. Insgesamt wurden dieses Jahr die offiziellen Zeiten ziemlich gut eingehalten. Verrückt. Die Jesus Freaks aus Remscheid waren für den Abend zuständig. Die Band hatte es echt auf dem Kasten, deftig rockiger Lobpreis, wie man ihn wohl nur bei den Jesus Freaks erlebt. Geil. Wenn Lobpreis genau so gemacht wird, wie er auf dem Herzen ist. Wenn auch mal “Jesus ich liebe dich!” ins Mikrofon geschrien wird. So muss es sein. Die Predigt hatte Storch. Es ging darum nicht in Extreme zu verfallen, zum Beispiel wenn es um Gefühle geht (man kann nur Gefühlsmäßig glauben oder diese auch komplett abstellen, beides ist falsch). Der Predigttext war übrigens 2. Korinther 5,21.

Außerdem wurden auch die Gastgeber vorgestellt. Die koptische Kirche gilt als älteste christliche Kirche, ihre Ursprünge reichen bis in das erste Jahrhundert nach Christus hinein. Der koptische Bischof brachte nicht nur einen kleinen Chor mit auf die Bühne, sondern auch jede Menge Begeisterung. Begeisterung, dass ein derartiges Treffen stattfindet, dass es auf ihrem Gelände stattfindet. Dass die älteste christliche Kirche die jüngste christliche Bewegung “umarmen” darf. Für ihn kein Zufall, sondern Gottes Führung. Gelebte Ökumene.

Zum Tagesabschluss ging es noch in die Dusche. Kein Duschcontainer, sondern feste Duschen in den Häuser. Und diesen Abend auch kein anstehen. Abschließbare Duschen. Am allertollsten: warmes Wasser! Fetzt. Etwas 1 Uhr ging es in den Schlafsack und eine unruhige Nacht.

Weiter mit Teil 2!

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